Klimaschutz in der NEK

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24.06.2010: 21 Routen durch Hamburg

Radeln für das Klima - Sternfahrt am autofreien Sonntag

(Hamburg) - Rund 10.000 Radler beteiligten sich am autofreien Sonntag in Hamburg an einer Fahrradsternfahrt durch die Stadt. Auch die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche (NEK) rief zur Beteiligung an der Aktion "Mobil ohne Auto" auf. Bei der Abschluss-Kundgebung am Dammtorbahnhof betonte der Klimaschutz- Beauftrage der NEK, Jan Christensen, die Verantwortung der Kirche beim Umweltschutz. In der gerade gestarteten Kampagne "Kirche für Klima" sollen Kirchengemeinden bei Wärmedämmung und Energie-Einsparung unterstützt werden. Ziel sei es, den Kohlendioxid-Ausstoß in den kommenden fünf Jahren um 25 Prozent zu verringern. Christensen könnte sich auch vorstellen, den Pastoren und Mitarbeitern Dienstfahrräder schmackhaft zu machen.


(Foto: Andrea Kusajda/pixelio.de)

Auf 21 Touren über Norderstedt, Altona oder Wandsbek folgten die Radler eskotiert von der Polizei der Sternfahrt in die City. An sechs Standorten konnten die Teilnehmer Fahrrad-Gottesdienste besuchen. Wer der Tour über Wilhelmsburg oder Harburg folgte, konnte sogar über die Köhlbrandbrücke im Hafengebiet fahren, die sonst nur für Autos frei gegeben ist. Umfangreiche Sperrungen waren für die Sternfahrt notwendig.

Die Verstaltung in Hamburg wird von einem Miniradler bei der Kundgebung breiten Umweltbündnis organisiert. Die Aktion „Mobil ohne Auto“ geht auf kirchliche Mitarbeitende in der Lutherstadt Wittenberg im Jahr 1981 zurück. Sie ließen in einer gemeinsamen Demonstration ihr Auto stehen, um auf den Zusammenhang zwischen Konsum und Ressourcenverbrauch hinzuweisen.

Die Kirche hat daher ihren festen Platz bei der Fahrradsternfahrt: Die Kirchenkreise Hamburg-Ost und Hamburg-West/Südholstein hatten alle 171 evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Metropolregion Hamburg zur Teilnahme aufgerufen.

Die diesjährige Demonstration für den Radverkehr stand unter dem Motto "Mehr Fahrräder - Weniger Autos – fit fürs Klima!" Der Verein "Mobil ohne Auto" organisiert die Fahrradsternfahrt - unterstützt wird er unter anderen vom ADFC und Naturschutzbund (NABU) und eben auch der Nordelbischen Kirche. Im vergangenen Jahren hatten sich rund 18.000 Menschen an der Fahrradsternfahrt beteiligt.

Die Nordelbische Kirchenleitung hat dazu aufgerufen, Möglichkeiten zu umweltverträglicher Mobilität auszuprobieren. Die Kampagne "Kirche für Klima" möchte Pastorinnen, Pastoren und Mitarbeitende in der Kirche motivieren, öfter das Rad zu benutzen – und dabei auch die neuen Möglichkeiten elektrisch unterstützter Räder, so genannter Pedelecs, für sich zu entdecken.

Die Einrichtungen der Nordelbischen Kirche sind zudem aufgefordert, überall ihre Fahrrad-Unterstände attraktiver zu gestalten. Darüber hinaus sollen vermehrt Fahrgemeinschaften initiiert werden.

Mechthild Klein/Stefanie Weiss (www.kirche-hamburg.de)



Kampagnenseite Kirche für Klima