Klimawandel - Herausforderung für uns alle!
Der weltweite Klimawandel geht auf den sogenannten "Treibhauseffekt" zurück. Aufgrund von "Spurengasen" in der Atmosphäre wird die Rückstrahlung von Sonnenergie in den Weltraum behindert. Dieser Effekt ist zunächst natürlich: ohne ihn hätten wir eine Durchschnittstemperatur von -15 Grad auf der Erde - tatsächlich liegt sie aber bei + 15 Grad!
Vor allem durch eine von den Menschen herbeigeführte Erhöhung des Anteils an Spurengasen wird der Effekt jedoch weiter verstärkt. So haben wir derzeit einen Anteil von 385 ppm (parts per million) CO2 in der Atmosphäre - das ist der höchste Wert seit 20 Millionen Jahren! Der Effekt ist die Erhöhung der durchschnittlichen Welttemperatur um ca. 0,74 Grad seit Beginn der Industrialisierung.
Diese Erwärmung wird sich fortsetzen: mindestens 2 Grad werden es am Ende sein, wahrscheinlich aber mehr. Was sich gering anhört, hat jetzt schon Auswirkungen, die aber regional sehr unterschiedlich ausfallen. Überschwemmungen, Stürme, Dürren, Starkregenereignisse, Abschmelzen der Gletscher, Verschiebung der fruchtbaren Zonen auf der Erde und ein Anstieg des Meeresspiegels gehören zu den Folgen, die man teilweise schon heute beobachten kann.
Die Ärmsten der Armen werden als erste und am stärksten betroffen sein. Sie leben teilweise schon in benachteiligten Regionen, können sich kaum anpassen, da sie nicht die Finanzmittel haben. Missernten und der Verlust fruchtbarer Böden werden ihnen sehr zu schaffen machen.
Auslöser ist der enorme Verbrauch fossiler Brennstoffe durch die Menschen: Kohle, Erdöl und Gas produzieren beim Verbrennen CO2. Hinzu kommen Belastungen aus der Landwirtschaft durch Methan und Lachgas (Tierhaltung und Düngung), durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und den Verlust von Grünland und Wald weltweit, die CO2 binden können.
Das bedeutet: vor allem die reichen Industrieländer müssen ihren CO2-Ausstoß massiv einschränken! Für Deutschland ist eine Reduktion der Emissionen um 40% bis 2020 und um 80% bis 2050 notwendig. Alle politischen Planungen der Vereinten Nationen, aber auch der Bundesregierung sehen dies so vor. Für unseren Lebensstil und unsere Gewohnheiten wird das erhebliche Änderungen bedeuten.
Aber es gibt auch andere Gründe, den Fossilen Lebewohl zu sagen: die Vorräte an Öl werden in den kommenden Jahrzehnten verbraucht sein. Die Preise für Öl und Gas sprechen schon jetzt eine deutliche Sprache, was uns erwarten wird. Hinzu kommt die problematische Abhängigkeit von einigen großen Öl exportierenden Staaten.
Eine dezentrale Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen zu günstigen Preisen und unter Nutzung der jeweiligen Stärken der Regionen weltweit wird eine der Antworten auf die gegenwärtigen Probleme sein. Hinzukommen muss aber auch eine Steigerung der Energieeffizienz. Unnötiger Verbrauch muss verhindert werden, auch über Verzicht wird geredet werden. In unseren Klimaschutztipps auf dieser Seite können Sie übrigens lesen, wie das denn gehen könnte!
(P. Dr. Thomas Schaack)
|