Losung für Donnerstag, 25. August 2016

Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.
Psalm 71,23

Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.
Lukas 10,20

© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine
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Mitmachen beim Klimaschutz - Schöpfung bewahren

Das bedrohte Paradies

Himmel
(Foto: Rosie Fischer/pixelio.de)

Der Titel dieses Artikels trägt eine Überschrift, die man auf der Welt sehr unterschiedlich wahrnehmen wird: während wir diese Welt für ein Paradies halten mögen, geht es anderen längst nicht so. 850 Millionen Hungernde und 1 Milliarde Menschen ohne sauberes Wasser sprechen eine deutliche Sprache. Der Klimawandel kommt zu den sehr ernsten Problemen dieses Globus noch als weitere Belastung hinzu.

Der jüngste Bericht des "Weltklimarats" (IPCC), der für seine Arbeit 2007 den Nobelpreis erhalten hat, spricht hier eine deutliche Sprache: die Zunahme von Wetterextremen wie Stürmen, langen Trockenheiten, Überflutungen, Starkregenereignissen wird die natürlichen Gegebenheiten auf der Erde beeinträchtigen. Die Prognosen sprechen eine deutliche Sprache: bis zu dem derzeit von der Politik angestrebten Ziel einer weltweiten Erwärmung um 2 Grad könnten die Folgen beherrschbar sein. Bei einem Anstieg von 2,5 bis 3 Grad jedoch ist mit weiteren 65-75 Millionen hungernden Menschen zu rechnen, die Wasserknappheit wird zunehmen, Dürreregionen werden sich ausweiten und Vegetationszonen weiter zu den Polen wandern. Auf den "Kleinen-Insel-Staaten" im Pazifik wird der Boden durch Überschwemmungen für die Landwirtschaft ruiniert. Die Gletscher, z.B. im Himalaja, werden abschmelzen und als ausgleichendes Wasserreservoir nicht mehr zur Verfügung stehen.

In den Regionen sind die Möglichkeiten der Anpassung an die neue Situation unterschiedlich: während die natürlichen Gegebenheiten und der Ausbildungsstand der europäischen oder nordamerikanischen Bauern noch Chancen der Anpassung bieten werden, sind andere Regionen den Veränderungen des Klimas fast schutzlos ausgeliefert. Die großen Emittenten von Klimagasen werden also besser reagieren können als Menschen in den vielen Schwellen- und Entwicklungsländern. Sie werden Opfer einer Entwicklung, die sie selbst nur zu einem geringen Teil verschuldet haben.

Eine besondere Zuspitzung wird es im ländlichen Raum geben: schon heute ist der Hunger in der Tendenz ländlich und weiblich. Für die Menschen im ländlichen Raum und deren Lebensbedingungen gibt es in vielen Entwicklungsländern keine Konzepte und kein wirkliches Interesse. Unterstützungen oder eine finanzielle Hilfe für Strukturanpassungen vermisst man vielerorts - ein Mangel, der sich - bleibt die Situation unverändert - in Zukunft noch verhängnisvoller auswirken wird.

Die letzten Verhandlungen auf Bali im Dezember 2007 deuten an, dass die reichen Industrieländer bis 2020 ihre CO2-Emissionen um 40% reduzieren müssen, bis 2050 sollen es dann 80% sein. Wir haben also viel vor! Diese Seiten wollen einen kleinen Beitrag dazu leisten, damit es gelingen kann.

Die Inhalte der Website werden gemeinsam verantwortet von dem Arbeitskreis Klimaschutz Nordelbien, einem Zusammenschluss Ehrenamtlicher aus Kirchenkreisen und -gemeinden der Nordelbischen Kirche (NEK), dem Nordelbischen Klimaschutzbeauftragten, dem Nordelbischen Umweltbeauftagten, der Ökumenischen Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit und dem Amt für Öffentlichkeitsdienst der NEK.